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Review: Shoplifters

Die Weltraumschnecke interessiert sich gerade für Japan und hat sich deshalb den Film „Shoplifters“ bewusst angeschaut. Der Film gewann 2018 auch eine goldene Palme in Cannes. Auch wenn ich persönlich nicht all zu viel von solchen Preisen als Bewertungsmaßstab halte, sondern das eher als Marketinginstrument einordne, hat mir dieser Film gefallen. Er bekommt meine Empfehlung und warum, erkläre ich jetzt ausführlicher.

 

 

Der Film handelt von einer alternativen Familie, die fernab jeder Legalität zusammen lebt. Das hat mich schon als erstes erstaunt, da ich auch den Vorurteilen verfallen war in Japan ist alles organisiert und sehr offziell gehalten. Wie dem auch sei, diese Familie besteht aus Außenseitern aller drei Generationen und es fehlt an Geld. Da die schmale Rente der Ältesten nicht ausreicht, gehen die anderen mal gerne im Supermarkt Lebensmittel stehlen. Daher auch der Name des Films.

 

Zu Beginn dieses Films wird ein kleines Mädchen noch zusätzlich in die etwas groteske Familie aufgenommen. Dann folgt natürlich die altbekannte Reaktion auf Reaktion Kettenreaktion in drei Akten und der Film ist auch schon wieder zu Ende. Das Ende ist aber kein klassisches Ende, so viel sei verraten.

 

Mich hat dieser Film emotional tatsächlich gepackt, was nicht oft vorkommt. Warum? Nun, ich denke die Charaktere waren einfach glaubhaft. Das klingt jetzt nicht sonderlich originell, ich weiß. Aber mir hat die Atmosphäre unglaublich gut gefallen. Ein Großteil des Films spielt im Haus der zusammengewürfelten Familie und dieses Haus ist sehr eng und mit allerlei Krempel vollgestopft. Ein Junge schläft in einem Verschlag unter einem Schrank und das wirkt fast sie wie Harry Potters berühmtes „Kinderzimmmer“ unter der Treppe aus dem ersten Film.

 

In dem Film geht es um Familie und Familiensein. Die selbst gefundene Familie funktioniert scheinbar, weil die Beziehungen unter einander alle harmonisch und liebevoll sind. Die Familie funktioniert aber auch wieder nicht, da sie in kleineren Lebensmittelgeschäften klauen müssen, um über die Runden zu kommen. Das ist so der Kernpunkt des Films und das kann dann ja auch jeder so interpretieren wie  er will. Ich finde Regisseur Hirokazu Koreeda hat das fabelhaft hinbekommen. Vielleicht fange ich jetzt sogar an, andere seinere Filme zu schauen. Vielleicht aucht nicht, weil es kommt ja immer etwas dazwischen.

Gherdì

Ich bin Gherdi und berichte hier über mein bewegtes Leben. Außerdem esse ich gerne Pommes.

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