0

Pokémon Go ist keine Augmented Reality App

Was haben alle mittelmäßige Blogeinträge zur Thematik Augmented Reality gemeinsam? Richtig, die Anwendung Pokémon Go wird als Paradebeispiel für den Siegeszug von AR angeführt. Im Detail stimmt das ein bisschen, aber im Großen und Ganzen einfach überhaupt nicht. Warum? Das erkläre ich euch in diesem Artikelchen.

 

 

Ich selbst habe schon einen Blogeintrag zum Thema AR verfasst und dabei Pokémon Go als Beispiel hervorgebracht. Damals habe ich es aber noch nicht gespielt. Jetzt spiele ich es aber und habe eine etwas fundiertere Meinung dazu.

 

Augmented Reality kennt man. Diese Technik wo man 3D Objekte in die „echte Welt“ platzieren kann. Dadurch muss man entweder durch eine fancy Datenbrille schauen, oder durch ein Display – vorzugsweise das eigene Smartphone – welches mit der Kamera die „echte Welt“ einfängt und mittels AR noch Mehrwert mit 3D Objekten bieten soll. Wie hoch der Mehrwert durchschnittlicher AR-Anwendungen ist, möchte ich an dieser Stelle nicht bewerten.

 

Tatsächlich ist AR groß im Kommen und vielleicht wird es in naher Zukunft massenkompatibel sein, sich dadurch neue Möbel für´s Wohnzimmer anzuzeigen zu lassen. Im Bereich der Erwachsenenunterhaltungsindustrie gibt es da auch noch eine Vielzahl an Anwendungsszenarien. Die Möglichkeiten sind gegeben und als Pionier für die breite Masse wird immer wieder Pokémon Go angegeben.

 

Diese App besitzt ein nettes AR Feature: Man kann sich Pokémons in die eigene Welt stellen. Das war es auch schon. Das macht jede Anwender_in genau einmal, freut sich des Lebens und danach vergisst man diese Funktion. Warum? Sie bietet keinen Mehrwert, außer ganz nett zu sein. Jeden den ich kenne und Pokémon Go spielt, hat die AR Funktion auch ausgeschalten, da es nur die Ladezeiten steigert und nichts dem Spiel beiträgt.

 

Pokémon Go war aber in der Tat bahnbrechend. Hier wurden zum ersten Mal Kartendienste mit einer Spielerei verknüpft. Man läuft durch Straßen, Gassen und sogar kleinen Feldwegelchen, welche intuitiv angezeigt werden. Die virtuelle Schnitzeljagd hat diese App groß gemacht. Quasi Geocaching 2.0. Damit macht das planlos in der Gegend rumlaufen plötzlich viel, viel mehr Spaß.

 

Jetzt kommt das Fazit. Ja Pokémon Go hat AR Elemente. Diese sind aber ohne großen Mehrwert und der Grund für den Hype dieser App war einfach die Interaktion mit der Umgebung via Kartensystemen. Meiner Meinung nach war die erste Initialzündung für AR im Konsumentenbereich Snapchat. Wir erinnern uns an den dämlichen Hundefilter für´s Gesicht.

 

WuffWuff.

Gherdì

Ich bin Gherdi und berichte hier über mein bewegtes Leben. Außerdem esse ich gerne Pommes.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.