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Microsoft, wir müssen über deine Farben reden

Corporate Identity ist wichtig und meinetwegen auch richtig. Ich habe nichts gegen Ähnlichkeiten bei Icons, Zeichen und Symbolen. Im Gegenteil: Mich beruhigt das auch ein bisschen und das ist doch hervorragend. Trotzdem habe ich ein Problem mit den Farben von Microsoft und mich stört das tatsächlich beim Arbeiten. Es stört mich sogar enorm. Legen wir los!

 

Icons von Microsoft.

 

So wild wie ich diese Icons zusammengewürfelt habe, so verloren komme ich mir auch beim Arbeiten vor. Microsoft hat sich zum Standardanbieter von Büro- und Kollaborationssoftware gemausert. Meine unironischen Glückwünsche dazu, ich arbeite relativ gerne mit diesen Programmen. Trotzdem ist diese Welt einfach nicht perfekt.

Outlook und Teams sind bei mir eigentlich immer offen. Man will ja auch immer erreichbar sein und eigentlich wartet man immer auf eine bestimmte Mail. Man kennt es. Ich nutze ein MacBook und da unten in der Leiste sind die ganzen Icons und verraten mir, welche Programme ich gerade offen habe. Höre ich das akustische Signal, dass mich jemand in Teams angeschrieben habe oder besitze ich gerade das dringende Bedürfnis meine Mails durchzuchecken, geht die Icon-Raterei los.

Für mich ist das Anklicken eines Icons ein absoluter Nobrainer. Bei wahrscheinlich allen Nutzern wird das so sein. Klick. Ärgerlich ist, wenn der Klick falsch war. Aus Versehen Teams statt Outlook angeklickert. Gut, das kann passieren. Es kann auch sogar vorkommen, dass man selbst nicht so bei der Sache war und dann passiert das halt. Aber: Microsoft kann auch irgendwie so proaktiv uns da unter die Arme greifen.

Wie? FARBEN! Microsoft liebt blau. Das ist bekannt. Teams und Outlook sind farblich noch unterscheidbar. Das eine ist blau-blau, das andere ist blau-lila. Es gibt wohl auf der Welt größere Kontraste, aber das bekommt man noch hin. Schwierig wird es, wenn noch Visual Studio (Entwicklungsumgebung für Programmierer) hinzukommt. Ist auch blau-blau. Das Symbol ist etwas anders, aber im Eifer des Gefechts fokussiert sich der Mensch dann doch zu sehr auf Farben. Manchmal will ich aber auch nur eine grenzdebile Notiz in OneNote setzten. Huch, verklickt. Ähnliche Farbe und ich bin bei Teams gelandet. Ärgerlich.

 

Jetzt kommen wir langsam zur Moral der Geschichte: Wenn man einfach mal ein bisschen über den eigenen Schatten springen könnte, ein bisschen dezenter die eigene Corporate Identity uns in die Synapsen drücken würde, dann könnte man vielleicht auch sich ein bisschen mehr in den Farben austoben? Echte Unterscheidbarkeit von allen (gängigen) Anwendungen? So wie früher, als Word = blau, Excel = grün, Outlook = gelb und Access (wer auch immer das genutzt hat) = rot? Das war einfach noch einfach und auch irgendwie schön.

Fazit: Wer davon immer noch nicht überzeugt ist, sollte mal ein Word-Dokument und Outlook gemeinsam öffnen. Deine Taskleiste bekommt Zwillinge! Blau ist schön, aber nicht die ganze Welt. Grüße gehen auch an Adobe und Google raus!

Gherdì

Ich bin Gherdi und berichte hier über mein bewegtes Leben. Außerdem esse ich gerne Pommes.

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