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Meine erste Fahrt mit Uber

Reden wir über das erste Mal. Wenn es zu später Stunde in einer mehr oder weniger geselligen Runde zu diesem Thema kommt, lege ich mir da schon so manche Einzelheiten zurecht. Ich bin da glaube ich aber auch nicht alleine. Deshalb möchte ich aber meine erste Fahrt mit Uber möglichst ohne Zurechtlegungen offen legen. Es geht los!

 

Photo by Dan Gold on Unsplash

 

Ich denke wir alle kennen diese Fahrdienst, welcher in Deutschland nicht verfügbar ist, weil sich Uber und die örtlichen Taxiunternehmen einfach nicht so gut verstehen. Darum soll es in diesem Bericht aber nicht gehen. Dieses Thema ist nicht uninteressant, allerdings bin ich da auch nicht informiert genug, um da ein qualifiziertes Meinungsbild abzugeben.

 

Ich war in den Niederlanden etwas abseits einer mittelgroßen Stadt und das öffentliche Nahverkehrssystem war dort nicht so wirklich gut. Da ich meine Routen meist mit google maps plane, hat mich Uber auch dort abgeholt. Clever, mir einfach schon eine mögliche Route mit einem ihrer Fahrer_innen anzuzeigen. Die andere Person mit der ich unterwegs war, schlug ebenfalls Uber vor und so war das dann auch eigentlich beschlossene Sache.

 

Die App ist verständlich und kann eigentlich jeder bedienen. Dann musste ich so circa eine Viertelstunde auf mein Uber warten. Es kam an, öffnete die Tür und wir stiegen ein. Die Route war schon per App dem Fahrer mitgeteilt, sodass er auch nichts mehr von uns wissen brauchte. Das war angenehm. Ich mag diese Gespräche mit Taxifahrern sowieso nicht so besonders. Das hat mir daher sehr gefallen.

 

Der Fahrer war schon sehr erfahren, hatte so über 12.000 Fahrten hinter sich und versuchte das auch so automatisiert wie nur möglich abzuspielen. Jeder kennt diese peinliche Momente, indem man diese depperte Schiebetür nicht richtig schließen kann und der genervte Taxifahrer fauchend ein „Fester!“ nach hinten brüllt. Hier ging das automatisch. Zum Ausstieg musste man nur einen Knopf drücken. Das ich so einen Schwachsinn unter meinem „Erlebnis“ Uber zu fahren hier erwähne, zeigt wie ereignisarm die ganze Sache eigentlich war.

 

Man kommt dann irgendwann an sein Ziel an, der Fahrer fragt vorsichtshalber noch einmal nach, ob man hier wirklich hinwollte. Dem war auch so und man stieg aus. Der Fahrer bekam automatisch seine 10€, wir verließen sein Gefährt und ich gab ihm nachträglich 5 Sterne in der App. Die Bezahlung funktionierte ebenfalls automatisch.

 

Jetzt kommen wir zu dem was euch wahrscheinlich am meisten interessiert: Die Preise! Sie sind etwas teurer als normalen Taxipreise, aber auch sehr vergleichbar. Der Mindestbetrag beträgt aber immer 10€. D.h. bei kleineren Touren welche aufgrund der Kilometerpauschale unter 10€ wären, kostet es dann halt genau 10€. Das soll sich ja auch alles für die Fahrer_innen lohnen und so. Die Abdeckung von potenziellen Gefährten war aber hingegen nur okay bis mittelmäßig. In einem vielbefahrenen Bezirk kommt man sicherlich schnell an Fahrer_innen, ansonsten muss man echt warten. Ist aber auch logisch, als Fahrer würde ich auch nur dort rumhängen, wo man sich auch laufend Kundschaft erwartet. Da sind Taxen noch besser aufgestellt und einfach verbreiteter.

Fazit: Das man in Zukunft sein Gefährt per App bestellt und Route und Preis schon im voraus ermittelt, wird kommen. Ob der Anbieter dann Uber, Taxi oder XY heißen wird, steht in den Sternen.

Gherdì

Ich bin Gherdi und berichte hier über mein bewegtes Leben. Außerdem esse ich gerne Pommes.

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