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Klar, niemand will die Besoffenen bei sich haben!

Ich war vor kurzem bei Burger King. Ja, es gibt dort tatsächlich Bier. Unter dem Tresen ist dafür sogar ein versteckter Kühlschrank eingerichtet. Der Haken: Bier gibt´s aber nur, wenn man via Lieferando bestellt. Will man im Restaurant bestellen (selbst zum mitnehmen) ist Bier verboten. Darüber möchte ich jetzt diesen Artikel schreiben.

 

Photo by Nazrin B-va on Unsplash

 

Im Großen & Ganzen ist das natürlich eine Ungerechtigkeit. Warum bekommen die einen Bier, ich aber keins? Beim Bier drehen in dieser Republik sowieso alle am Rad. Das ist bekannt. Bekannt ist aber auch, dass betrunkene Menschen einfach unbequem sind. Das passt auch nicht ganz so rein in das Publikum, welche Schnellrestaurants bei sich im Laden hocken haben wollen. Das habe ich brav so akzeptiert und jahrelang meine frittierten Produkte dort ohne Bier genossen. So weit – so gut.

 

Jetzt gibt es aber die Möglichkeit! Jahrelang war es ein Mythos: Gibt es in den allseits bekannten Fastfood-Ketten wirklich Bier? Legenden machten die Runde. In italienischen McDonald´s Filialen soll es z.B. Peroni in Plastikbechern geben. Der Onkel erzählte von früher, wo es anscheinend früher in Deutschland sogar Bier in der Büchse gab. Bei mir löste das immer ungläubiges Staunen aus, da ich ja für mich den wahren Grund erkannt habe, warum es kein Bier (mehr) dort gibt: Niemand will sich den Stress mit Besoffenen antun! Klar & verständlich, Familien haben weniger Bock sich ihre Burger reinzuschrauben, wenn nebenan eine Clique von Halbstarken an der dritten Dose nippt und langsam aber sicher anfängt unangenehm zu werden. Für mich selbst waren mit 16/17 Jahren diese Läden so ein Anlaufpunkt wo man gerne zusammen abhängt und wenn es dort noch Bier gegeben hätte – gefährliche Kombi!

Ich habe es akzeptiert und jetzt zeigen mir aber diese Läden doch auf, dass sie wirklich keinen moralischen Kompass haben. Also das war mir schon davor bewusst, aber diese Bier-Thematik macht es so deutlich wie noch nie: „Mir doch sowas von scheißegal was ihr in euch reinfuttert. Ich liefer euch auch euer verdammtes Bier nach Hause, Hauptsache ihr ordert gefälligst unsere Produkte! Aber bei uns im Laden gibt´s das nicht, wir brauchen euch Besoffene dort nicht. Sauft´s zu Hause oder ganz, ganz weit weg von uns. Wir wollen nur eure Münzen und das ganze soll so reibungslos wie nur möglich ablaufen. Deshalb KEIN Bier in der Filiale!“

 

Natürlich ist das nur eine Mutmaßung von mir. Das muss ich schreiben. So fühlt es sich jedenfalls für mich an und deshalb sage ich entschieden ‚Ciao‘ zu diesen Läden. Ich werde jetzt kategorisch nur noch Fastfood-Läden aufsuchen die Bier regulär verkaufen. Selbst wenn ich absolut keine Lust auf Bier habe und dort lediglich einen Softdrink ordere. Das ist ein typisch deutsches verhalten, da ich aus Trotz praktisch indirekt Bierkonsum fördere. Damit muss ich leben, aber ich kann nicht damit leben, dass man als Besteller Bier bekommt, als Abholer aber nicht!

 

Abschließend möchte ich noch einen Lifehack an dieser Stelle meiner treuen Leserschaft nicht vorenthalten: Einfach in der Filiale via Lieferando-App bestellen. Dann muss das Bier nur durch den Umweg der Hände eines extra anrückenden Lieferando-Mitarbeiters, der es auch dann am Ausgang der Filiale in die Hand drücken kann.

Gherdì

Ich bin Gherdi und berichte hier über mein bewegtes Leben. Außerdem esse ich gerne Pommes.

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