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Erfahrungen mit einem Instagram-Bot: 1.000 Follower mit Pommes Bildern

Die Weltraumschnecke mag sehr gerne Pommes und das ist kein Geheimnis. Außerdem hat sich die Weltraumschnecke mit der oberflächlich bunten Welt von Instagram angefreundet. Desweiteren schreibt die Weltraumschnecke gerne Bots. Zeit alles drei zusammen zu werfen, durchzumixen und ein famoses Mash-Up daraus zu entwickeln: Ein Instagram-Kanal welcher ausschließlich Pommes-Bilder zeigt und mittels eines Like-and-Follow-Bots mittlerweile deutlich über 1.000 Follower besitzt.

 

 

Entstanden ist diese Idee durch einen Mitarbeiter, welcher scherzhaft beim Mittagessen vorschlug einen Blog für meine Pommes Bilder einzurichten, da ich meine Pommes schon zuvor mit meinen Freunden auf Snapchat teilte. Der Name und die Beschreibung ist übrigens eine Reminiszenz an dem am meisten falsch verstanden Song der einzigen Band die zählt auf deren kommerziell erfolgreichsten Album. (Wer den Titel errät und als erstes in die Kommentare schreibt, dem gibt die Weltraumschnecke mal eine Portion Pommes aus). Frenchfries_announcement. Am Anfang diente der darauf gegründete Instagram-Kanal einzig und allein auf das Fotografieren von den Pommes und hatte keinerlei weitere Ambitionen. Dies kann man auch am folgenden, eher nicht so ästhetischen Bildes aus der Anfangszeit gut beobachten:

 

 

Hier erscheinen schon die ganzen Kommentare merkwürdig. “Sweet pic”, “Nice…” usw. Diese aus purer Gier nur halbfertigen und herzlos drappierten Pommes aus dem Backofen können diese Kommentare beim besten Willen nicht gerecht werden. Deshalb beschloss sich die Weltraumschnecke mit Bots für Instagram auseinander zu setzen, weil manche Likes und Kommentare einfach nicht zu erklären sind – angenommen die Leute hinter den 99 Likes hier leiden nicht an kompletten Geschmacksverirrungen.

 

Da die Weltraumschnecke am liebsten mit Python rumspielt, wurde Sie sehr schnell auf folgene Bibliothek aufmerksam: Instabot.py. Wer Python (bzw. Programmieren genrell) einigermaßen beherrscht: Schaut das mal an! Echt geil. Super easy und super dokumentiert. Wenn nicht: Vielleicht ist das ja die Gelegenheit endlich anzufangen es zu erlernen. Das Ding ist ideal für Einsteiger und garantiert rasche Erfolgserlebnisse. Gibt im Internet auch sicherlich einige Tutroials dafür.

 

Nun hat mein Instagram Kanal dank des Instabot unaufhörlich (solange mein Laptop an ist, also annähernd unaufhörlich) andere Pommes/Essens-Bilder geliket und entsprechende User auch gefollowt. Und das markierte auch den Punkt an dem meine Follower Zahlen rapide zunahmen. Die Weltraumschnecke fand dies alles sehr lustig und hat sich (im August) das Ziel gesetzt bis Ende 2017 1.000 Follower zu besitzen. Am 04.01.2018 wurde dies auch mit knapper Verspätung erreicht. Gute zwei Wochen später sind es auch schon fast 200 Follower mehr. Wenn es einmal läuft, dann läuft es. Wenn ihr euch immer fragt wer diese Accounts mit 5k Followern sind,  welche selbst 6k followen und angeblich “Entrepreneur” oder “Business Coachs” sind, dann habt ihr jetzt die Antwort 😉

 

Die Bots suchen übrigens nach vorher festgelegten Hashtags. So kann man gut steuern, welche Fotos und Profile der Bot aufsuchen soll. Target-Marketing at it´s best!

 

Wie geht es jetzt weiter? Nun, über 1.000 Follower zu haben ist eine Sache. Aber selbst über 1.000 Usern zu followen ist einfach nicht sexy. Deshalb ist der Bot jetzt auch so eingestellt, dass er die diese Zahl auch verringern wird. Außerdem versucht die Weltraumschnecke diesen Kanal zu monetarisieren. In der Bio des Kanals ist ein Amazon Affiliate Link, welcher zu einem Pommesgewürz verlinkt und mich an möglichen Provisionen beteiligt. Bislang wurde dieser Link auch schon benutzt, zwar nicht für das angestrebte Pommesgewürz, sondern für Gartenzubehör. Verrückte Welt, aber auch das gibt Provision.

 

Eigene lustige Erfahrungen welche gemacht wurden: Seit dem eine gewisse Anzahl an Followern erreicht wurde, wurde sich mehr Mühe mit den Bilder gemacht.  Die Bilder sollen plötzlich auch schön aussehen. Es wurde daher alles viel netter arrangiert und manches Pommes-Foto welches bei einem stadtbekannten Imbiss zwischen 0-5h gemacht wurde, hat es dann nicht mehr auf den Kanal geschafft. Die plötzlich große Resonanz beeinflusst also einen selbst. Außerdem wurde tatsächlich ein Bild geklaut. Richtig! Ein weiterer User hat eines dieser Pommes-Bilder selbst gepostet (im nachfolgendem Bild das ganz links. “LOVE”). Versteht die Weltraumschnecke nicht falsch, wenn man Beiträge von ihr teilt oder auch bearbeitet, dann freut sich sogar die Weltraumschnecke sehr und ist geschmeichelt. Vorausgesetzt es ist vermerkt woher es kommt und man einen Backlink (oder sowas in der Art) auf die Weltraumschnecke setzt. Das macht die Weltraumschnecke ja selbst auch immer so und davon lebt im Endeffekt auch unser Internet. Wenn es aber einfach so geklaut wird, dann hat die Weltraumschnecke diesem User nur eines zu sagen: “Verbrenne in der Hölle!”

 

 

Fazit: Ich glaube der Content bei Instagram ist unwichtiger als man ursprünglich annimmt. Liken und Folgen sind nicht zu unterschätzen. Wer mir nicht glaubt, kann ja gerne eines dieser 50.000 Follower in 6 Monate-Programm (Provisionslink) mitmachen 🙂

 

Edit: Mittlerweile habe ich die 2.000 Follower Marke geknackt. Spaß macht es immer noch, reich wird man davon aber nicht.

Edit: ein Update nach 1,5 Jahren findet ihr hier.

Gherdì

Ich bin Gherdi und berichte hier über mein bewegtes Leben. Außerdem esse ich gerne Pommes.

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