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Die Bilanz nach 5 Jahren Vegetarier sein

Ich bin es seit 5 Jahren. Fast auf den Tag genau. Ich rede nicht oft darüber und vermittle eigentlich auch mit keiner Faser meines Seins einer zu sein. Nach 5 Jahren breche ich einmal mit meiner eisernen Regel und haue meine Meinung dazu ungefragt in die Öffentlichkeit hinaus. Jo!

 

Photo by Monika Grabkowska on Unsplash

 

Niemand kommt eigentlich auf die Idee, dass ich mich ernsthaft um eine gesunde Ernährung bemühe. Dazu hantiere ich viel zu viel mit Pommes herum. Tatsächlich sind Pommes mein letztes Essen der Sünde und ich habe mich mal um eine gesündere Ernährung bemüht. Ich habe aber echt absolut kein Bock ernsthaft hier über gesunde Ernährung zu referieren. Jedenfalls habe ich mal kurzzeitig versucht vegetarisch zu leben und das tat MIR gut. Deshalb blieb ich dabei. Im Endeffekt muss das aber jede_r für sich selbst entscheiden.

 

Außerdem bin ich kein Vegetarier. Ich esse Fisch und alle zwei Weihnachten esse ich auch einmal ein Ministückchen Fleisch. Einmal kam es sogar vor, dass ich mir im Suff in einer Filiale einer großen Burgerkette einen Cheeseburger geklaut habe und reinbiss. Ich merkte den Fauxpas leider erst nach dem ersten Schlucken. Auf was ich hier hinaus will: Jede Definition von Vegetarier ist anders und das hier ist einfach meine eigene.

 

Hat es jetzt etwas gebracht? Am Anfang ja. Ich habe mich da einfach frischer, fitter und vitaler gefühlt. Lag es tatsächlich daran, dass ich kein Fleisch gegessen habe, oder dass ich mich auch grundsätzlich mehr mit Ernährung und Co beschäftigt habe? Man weiß es nicht. Ich kann nur mit Sicherheit sagen, dass ich danach viel, viel weniger Beschwerden mit der Verdauung hatte. Habe ich davor mit preisgünstigen Erzeugnissen der Schlachtbetriebe mir den Bauch gefüllt, dann jetzt nur noch sehr selten mal mit Fisch. Vielleicht ist also Billigfleisch tatsächlich nicht so gut für den Körper.

 

Was lernen wir jetzt daraus? Erstens, dass Ernährung etwas sehr persönliches ist und jede_r hier machen kann was man selbst auch will. Ich habe nichts dagegen, wenn die Person neben mir sich ein komplettes Spanferkel reinziehen möchte. Nicht meine Sache, aber man muss hier auch nicht immer eine Diskussion starten. Zweitens, ob es wirklich besser oder gesünder ist, lässt sich nicht immer tatsächlich überprüfen. Viel mehr spielt hier das Gefühle eine Rolle und nun ja, Gefühle. Weil ich beide Punkte (bis auf diesen Text) immer befolgt habe, haben manche Menschen des öfteren meine vegetarische EInstellungen wieder vergessen. Das finde ich meistens ganz lustig und hat auch zu schrägen Situationen geführt. Schlimmstenfalls musste die andere Person dann zwei Cheeseburger essen.

Gherdì

Ich bin Gherdi und berichte hier über mein bewegtes Leben. Außerdem esse ich gerne Pommes.

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