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Der steinige Weg zum Food-Influencer

Ich verfüge über einen gewissen technologischen Background und probiere unwahrscheinlich gerne Sachen aus. Ich sehe das oftmals als Spiel und irgendwann hieß das Spiel „Food Influencer auf Instagram“ zu werden. Ich habe jetzt etwas weniger als 3.000 Follower und komme nicht mehr so einfach weiter. Der Weg wird steiniger.

 

 

Ich kann durchschnittlich gut kochen. Während im ersten Semester noch Mikrowellenfertiggerichte eine magische Anziehung auf mich ausübten, kann ich mich heute wenigstens halbgut selbst bekochen. Warum entschied ich mich denoch gerade Food-Influencer zu werden? Der kleinste gemeinsame Nenner in der Netzgemeinde. Bis auf Essen und Haustiere sind alle Themen schwierig, weil sie mit einer tatsächlichen Meinung verbunden sind und das auch in Kritik, Ablehnung und Hass umschlagen kann. Pizza und Katzen liebt aber jede_r. Da die Familienkatze sehr weit weg wohnt, entscheid ich mich für Fastfood. Mein Lieblingsessen ist und bleibt Pommes.

 

Deshalb fotografiere ich auch seit circa zwei Jahren jedes Pommmesgericht, welches ich so vertilge. Mal schön, mal weniger schön. Am Anfang war mir das egal und ich habe damit ein paar Follower erhaschen können. Irgendwann war mir das aber zu wenig und ich programmierte Bots, welche dass alles etwas beschleunigten. Mehr dazu hier.

 

 

Auch wenn das am Anfang eine echte Erfolgsgeschichte war, habe ich es irgendwann mit den Bots übertrieben. Es folgte eine Warnung von Instagram per Mail (Da sollte ich auch mein Passwort ändern). Ich habe natürlich dennoch eifrig mit den Bots weitergemacht und wenige Wochen später war ich teilweise geblockt. Bedeutet: Ich konnte keinen neuen Bilder mehr hochladen. Diese wurden wenige Sekunden nach Hochladung sofort gelöscht. (Bilder in der Story funktionierten hingegen einwandfrei). Nach wenigen Tagen wurde diese Sperre aber wieder aufgehoben.

 

Um meinen Account nicht dem Risiko einer endgültigen Deaktivierung auszusetzen, habe ich es natürlich mit den Bots gelassen. Das bedeutet ich gewinne kaum neue Follower hinzu – im Gegenteil – ich verliere Follower. Was kann ich jetzt machen? Mein Problem ist der Content. Manchmal gebe ich mir mit meinen Pommes-Kreationen echt Mühe und es entsteht ein verrücktes Projekt wie zum Beispiel der Pommes-Igel. Manchmal esse ich aber auch Pommes so gegen 3h in der Nacht. Ab und an passiert es auch, dass ich nur flüchtig meine Pommes abfotografiere, weil Heißhunger und dann das Bild unscharf ist. Das kostet Follower!

 

Mein neuer Ansatz ist daher: Content ist King! Ich hasse diese Aussage, weil diese so ein bisschen das Flair eines StartUp-Berichterstattungsblogs wiederspiegelt, aber da ist tatsächlich etwas dran. Manche Lektionen muss man wohl auf die harte Tour (er)lernen. Aber selbst die besten Pommes Bilder helfen nichts, wenn einfach alles übersättigt ist. Mein eigener Kanal ist in der Adventszeit übersättigt (sehr guter Pommesstand am Weihnachtsmarkt hier) und das ganze Netzwerk Instagram ist mit Leckereien auch vollständig überladen. Machen wir uns nichts vor: Niemand braucht meinen Kanal!

 

Also: Zu welchem Schluss kommen wir jetzt? Contenance, Ruhe und Gelassenheit! Schrott kann ich nur an den Enduser bringen, wenn ich dazu erheblichen Aufwand betreibe. (In diesem Fall mit Bots arbeite). Sachen die irgendeinen Mehrwert liefern, werden besser geclickt. Nichtsdestotrotz braucht man auch hier eine kleine „Starthilfe“. Wer aber jetzt auf den Food-Blogger-Zug noch Aufspringen möchte, muss erheblich aus der Masse herausstechen. Es wird kein leichter, sondern ein steiniger Weg sein!

Gherdì

Ich bin Gherdi und berichte hier über mein bewegtes Leben. Außerdem esse ich gerne Pommes.

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