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Früher hat gefühlt alles länger gedauert

Gerade habe ich den Film „E.T.“ mir angeschaut. Zum ersten mal von Anfang bis Ende. Ich musste das nachholen. Dabei ist mir aber etwas aufgefallen. Als Kind habe ich die Szenen vollkommen anders wahrgenommen. 

Photo by Michał Kubalczyk on Unsplash

 

Ich habe mal in einem Ferienlager den Film angefangen zu schauen, aber nicht beendet. Schon damals habe ich wahrscheinlich mit dem Motto „I Started Something I Couldn´t Finish“ geflirtet.

 

Am Anfang des Filmes sind ein Haufen Jungs, spielen irgendein Gesellschaftsspiel und wollen Pizza bestellen. So weit, so unsuspekt. Die Szene ist aber sehr kurz und überschaubar. Sie kann man besser in Sekunden, als in Minuten messen. In meiner Erinnerung aber nicht. Ich fande die dortigen Dialoge super dröge und war echt froh, als es vorbei war und es wieder mehr um E.T. ging. E.T. war und ist nähmlich enorm lustig. Das Pizza-Essen der Jungs nicht.

 

Irgendwie war da meine Wahrnehmung verzerrt. Über die Jahre baut sich das dann noch weiter auf und immer wenn man von E.T. in irgendeiner Form hört, muss man wieder an diese Szene denken. Dann kommen schlagartig die Erinnerungen vor, wie lang und öde das war. Es wird dann noch länger und ödet noch mehr an.

 

Ich habe jetzt auch gut Lust diesen Artikel noch länger zu machen und euch ebenfalls anzuöden. Mir fällt gerade wieder nichts ein, wie ich das alles schließen kann. Ich müsste jetzt auf ein Fazit kommen und eine altkluge Weisheit rezitieren. Sowas wie, die Realität ist nur eine Abbildung unserer Vorstellungen. Ich möchte jetzt wieder eine Literaturanalyse in Deutsch (Oberstufe) mitschreiben. Heute würde ich sicherlich mal endlich die 2 schaffen. Ich würde eine Thermoskanne gefüllt mit preiswerten Weißwein mitschleppen und danach Pizza essen.

Gherdì

Ich bin Gherdi und berichte hier über mein bewegtes Leben. Außerdem esse ich gerne Pommes.

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